Cap de Barária



Wer die Chance hat, hier oben alleine
zu sein, wird sich immer daran erinnern
Verlässt man San Francisco Richtung Südwesten, wird es schnell einsam. Nachdem man die Ausgrabungsstätten Barbária II, III und I passiert hat, die eine Besiedlung Formenteras bereits 2000 v. Chr. aufzeigen, breitet sich vor einem das große Naturschutzgebiet des Hochplateaus aus, während am Horizont die atemberaubende Weite des Meeres erste flimmernde und unwirkliche Dimensionen erahnen lassen. Schnell fiebert man dem Erreichen der Steilküste entgegen, um einen Gesamteindruck von diesem gigantischen Ausblick zu bekommen. Das ganze Gebiet hat etwas von einer rauhen Mondlandschaft, und die einzige befestigte Straße schlängelt sich direkt auf den Leuchtturm am Ende der Hochebene zu. Jeden Abend sammeln sich hier oben jede Menge Schaulustige, um einen spektakulären Sonnenuntergang zu beobachten. Mit dem letzten Sonnenstrahl, der im Meer versinkt, gibt es dann einen emotionalen Szenenapplaus, bevor sich die Ersten wieder auf den Rückweg machen. Wer jetzt noch länger hier oben ausharrt, wird diesen Ort für immer in Erinnerung behalten. Mit dem Einsetzen der letzten Himmelsglut und dem Leuchten der ersten Sterne beginnt der Leuchtturm damit, seine weißen Strahlen in die Nacht hinauszuschleudern. Nun sind nur noch ein paar vereinzelte Hippies zwischen schroffen Steinen und Felsvorsprüngen anzutreffen. Es wird einsam und alles was noch bleibt ist das Rauschen des Meeres, das sich  tief unten in den Felsen bricht. Ein wahrlich spirituelles Erlebnis, welches auf keinen Fall in einem Formentera Urlaub fehlen darf!


Wenn die Sonne verschwunden ist,
wird es einsam auf dem Cap
Tipp:
Circa 60 Meter rechts neben dem Leuchtturm befindet sich ein circa 1 x 1 Meter großes, nicht gesichertes Loch im Boden. Steigt man hinab, kommt man in einen größeren Höhlenraum, an dessem Ende sich ein Vorsprung über dem Meer befindet. Unbedingt bei Tageslicht ansehen, Vorsicht ist bei Dunkelheit geboten!


Übrigens:
Einige der wichtigsten Szenen für den Film "Lucia und der Sex" von Julio Médem wurden auf dem Cap de Barbária gedreht. Das Loch im Boden, durch welches Lucia im Film fällt, ist das oben beschriebene Loch in den Felsen.